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Infos zum Volksbegehren Nichtraucherschutz in Erlangen
Aktueller Stand
Heute knaclen wir die 10%-Marke. (25.11.2009, 18:00 Uhr, haben sich 7455 Erlangerinnen und Erlanger (9,86% der Stimmberechtigten) eingetragen - Quelle erlangen.de)
Eintragungsorte und Zeiten
Liste der Eintragungszeiten für das Volksbegehren Nichtraucherschutz auf der Seite der Stadt Erlangen
Temine in Erlangen
- 19.11 8:00 Uhr am Rathaus: Offizieller Beginn des Eintragungszeitraums. Erlanger Prominente werden unter den Erstunterzeichnern dabeisein
- 21.11 10:00-16:00 Infostand
- 28.11 10:00-16:00 Infostand
- 2.12. Ende des Eintragungszeitraums
Helfen
Wenn Sie noch helfen wollen, dem Volksbegehren zum Erfolg zu verhelfen, dann auf der Landesweiten Aktionsseite nachschauen oder uns bei einem der oben genannten Termine ansprechen, oder kontaktieren sie uns unter
Berichte von Aktionen
Ersteintragung
Gleich morgens um 8:00 Uhr am 19.11.2009 ging es los. Während eine Gruppe Prominenter sich noch für die ersten Photos positionierte, kamen schon interessierte Bürger und haben sich eingetragen. Somit gab es Schätzungen zufolge um 8:10 bereits über 30 Unterschriften.
Unter den Prominenten waren mehrere Stadträte diverser Fraktionen, Parteivorsitzende der Kreisverbände und der Leiter des lokalen Aktionskreises für Nichtraucherschutz.
Podiumsdiskussion
Die Podiumsdiskussion am 16.11 war sehr spannend. Die große Mehrheit im Publikum bestand aus Befürwortern des Volksbegehrens, so dass es der CSU-Vertreter Lemp und der VEDBW-Vertreter Herr Drechsel nicht leicht hatten, obwohl beide sehr vernünftige und pragmatische Standpunkte haben und sicherlich nicht für die Hardcore-Raucher standen, die ja oft das Problem sind.
Einigkeit herrschte darüber, dass es sinnvoll ist, die Nichtraucher zu schützen und dass dieser Schutz effektiv sein muss, d.h. Raucherbereiche neben Nichtraucherbereichen ohne richtige bauliche Trennung sinnlos sind, weil der Rauch sonst rüberziehen kann.
Zu den einzelnen Positionen:
- CSU/Lempp: Die Gangart der CSU, nämlich das Rauchen in Kneipen unter gewissen Umständen zu erlauben, entspricht den Vorgaben des Verfassungsgerichts. Somit ist es ein gehbarer Weg. Dennoch hat er angedeutet, dass er das Volksbegehren unterstützt.
- Drechsel/VEDBW: Er wünscht sich für die Wirte und die Gäste die Freiheit, selber entscheiden zu dürfen, ob in der Kneipe geraucht werden darf. Allerdings plädiert er auch für Nichtraucherräume. Kinder werden bei ihm aus dem Raucherraum rausgeworfen.
- Pneumologe OA Dr. Fuchs: Aus medizinischer Sicht ist es erwiesen, dass Rauchen und auch Passivrauchen ein sehr relevanter Risikofaktor für viele Krankheiten sind (Lungenkrebs, andere Krebse, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ...) und insbesondere auch Kinder durch das Passivrauchen stark betroffen sind, angefangen von einem niedrigeren Geburtsgewicht bis hin zu einer geringeren Lebenserwartung. Aus medizinischer Sicht sieht gibt es keinen wirklichen Diskussionsbedarf.
- Herr Ermer/ Pro Rauchfrei: Neben den gesundheitlichen Aspekten geht es auch ganz stark um die Ästhetik, die Kultur und Lebensqualität. Und daher muss es die grundsätzliche Regel "Vorfahrt für Nichtraucher" geben. Analog zum Straßenverkehr will er dann im nächsten Schritt gar nicht ausschließen, dass es "Schilder und Ampeln" gibt, die den Rauchern auch ihre Freiräume lassen, aber es muss ein Umdenken geben, dass grundsätzlich der Schutz der Nichtraucher Vorrang hat.
- Herr Altmann / Gastronom: Die Altmannsstuben in Erlangen sind seit Dezember 2004 rauchfrei. Dort wurde zuvor festgestellt, dass von grob 40 Gästen oft nur 2-3 rauchen und der Rest darunter leiden musste. Daher wurde das Rauchverbot eingeführt und es ist für Personal und Gäste angenehmer. Allerdings sei es nicht notwendig, dieses Rauchverbot allen aufzuzwingen. In einem freien Markt sollte den Unternehmern so viele Freiheiten wie möglich gelassen werden.
Insgesamt ein großes Danke an alle Teilnehmer des Podiums, auch an die Moderation, die Herr Fuehr von den Nürnberger Nachrichten übernommen hat und an die konstruktiven Beiträge aus dem Publikum, die doch immer wieder den einen oder anderen Aspekt aus einer anderen Perspektive beleuchtet haben.
Zusätzlich gibt es auch noch diesen Pressebericht. der Erlanger Nachrichten.
Links
Aufruf eines Erlanger Herzspezialisten